S/4HANA: Plattform für die Zukunft oder nächstes teures ERP-System? | Westphal & Sanden
Show notes
Viele Unternehmen feiern den SAP S/4HANA-Go-live als Abschluss. Genau dann beginnt aber erst die entscheidende Phase einer Transformation. Nach dem Go-live entscheidet sich, ob S/4HANA zur Plattform für die Zukunft wird oder nur das nächste teure ERP-System bleibt. Welche Fragen sollten sich Entscheider stellen und beantworten? Welche Aufgaben stehen für CIOs nach dem S/4HANA- Umstieg an?
Die beiden SAP-Community Insider sprechen über die Themen SAP- und IT-Architektur, Clean Core, Kostenkalkulationen, Betriebsmodelle, Betriebsprozesse und Automatisierungsoptionen.
Die entscheidende Frage nach dem S/4HANA-Umstieg lautet nicht: Läuft das System? Sondern: Ist unsere Architektur bereit für kontinuierliche Veränderung, datenbasierte Entscheidungen und KI-gestützte Geschäftsprozesse?
Westphal & Sanden sind:
Sebastian Westphal: Ehemaliger DSAG-Technologievorstand und Leitung Digitalisierung, Prozesse und Systeme bei Deutsche Bahn AG.
Helge Sanden: Gründer des IT-Onlinemagazins und nach dem Verkauf
Trendscout, Keynote-Speaker und Moderator in der SAP-Community PS: Wer die Fußball-WM 2026 gewinnen wird, tippen die beiden ebenfalls.
Show transcript
00:00:06: So, herzlich willkommen bei Westphal und Sandin Teil zwei.
00:00:11: Wir freuen uns da sehr drauf auf die zweite Folge.
00:00:15: Nachdem Goliath entscheidet sich ob SV Hanat zur Plattform für die Zukunft wird oder nur das teure nächste ERP System bleibt Welche Fragen sie zu stellen und zu beantworten, welche Aufgaben stehen eigentlich nach dem SV Harner Umstieg an?
00:00:29: Das besprechen wir in Folge zwei von Westfall und Sandnen.
00:00:32: Und bedanken uns heute ganz herzlich für die Gastfreundschaft hier bei Gambit Consulting in Trostorf, die uns diese wunderbare Infrastruktur hier zur Verfügung stellt.
00:00:42: Also herzlichen Dank an euch!
00:00:44: Viele Unternehmen feiern da den SV HANA Goal Live als Abschluss.
00:00:49: Aus Architekturperspektive beginnt danach aber erst die entscheidende Phase, denn wer nach dem Go Live in Altmustern bleibt oder dort hin zurückfällt hat zwar ein neues System.
00:00:58: Aber noch keine neue Architektur zumindest wenn man Brownfield gemacht hat und diese ganze Architektor-Frage auch vergessen hat möglicherweise.
00:01:08: Sebastian, was fällt dir ein zu dem Thema?
00:01:11: Warum ist der SVH Nagolife nicht automatisch eine Transformation?
00:01:16: Ja, ich glaube das liegt einzig und allein daran dass sich niemand Gedanken macht was eine Transformation tatsächlich ist.
00:01:21: Wir haben jetzt ja gerade WM-Zeit, wir erinnern uns vielleicht noch an die WM in den Jahr zwei Tausend Sechs.
00:01:25: da gab es ja auch mal eine Transformation im deutschen Fußball.
00:01:28: Jürgen Klinsmann hat sie verkörpert.
00:01:30: und dann haben wir festgestellt, dass die Transformation weit mehr ist als attraktiven Fußballspielen und man hat angefangen in den Grundfesten die Dinge zu ändern die seit zwanzig Jahren zementiert waren.
00:01:41: Und das lässt sich eigentlich sehr gut darauf übertragen, wenn an unseren Trainer-Findungskommissionen Bildzeitungsschlagzeilen gigantischem Ausmaße und nichts anderes ist ja eigentlich ein SIV-Projekt in einem Unternehmen.
00:01:52: Das hat ähnlichen Aufrohr, das hat eine ähnliche Komplexität und wir wollen uns da nicht wirklich transformieren.
00:01:59: Und das geht auf der IT-Seite weniger über Spitze, dass mal es ist am Ende ein ERP System mit einer Datenbank drunter und vielleicht ein paar Satellitensystemen drum herum.
00:02:07: also die Architektur ändert sich gar nicht so gigantisch.
00:02:10: aber das was auf der Businessseite in der wirklichen Unternehmensdurchführung passiert in dem Zweck des Unternehms, das müsste sich für eine Transformation radikal mitverändern Und das sehen wir ja an vielen vielen Beispielen, dass genau das der moralische Punkt ist.
00:02:24: und weil du gerade Brownfield angesprochen hast.
00:02:27: Dann habe ich gar nichts transformiert wenn ich vereinfacht gesagt meine Matthäus Briegel vor der WM-Six mitnehme in den neuen modernen Fußball.
00:02:36: Ich glaube, das ist der größte Irrglaube, dass es sich um eine Transformation handelt.
00:02:41: Wenn es wirklich eine Transervation ist fasse ich das gesamte Spektrum von der Applikation über die Datenbank bis unterliegende IT-Infrastruktur
00:02:50: Und das ist auch das Fatale, was ich so wahrnehme.
00:02:52: Viele reden davon ja klar dass muss im Business aufgehängt sein.
00:02:56: dieses Projekt aber wird dann gar nicht so wirklich verfolgt sondern wir gesagt hey wir bauen die Infrastruktur Wir bauen die Basis neu, die dann eigentlich erst mal angegangen wird.
00:03:07: Und deswegen meine These auch zu dem Thema.
00:03:11: Ich sage da immer Sforana alleine macht noch kein Unternehmen zukunftsfähig.
00:03:17: es macht nun sichtbar wie zukunftspfähig die Architektur wirklich ist und das ist schon auch ja hier unter ernüchterndem
00:03:24: definitiv.
00:03:25: Und wenn wir ehrlich sind, ist das größte Argument ich bin dann release oder wartungsfähig jetzt über zwei tausend siebenundzwanzig fortfolgende hinaus aber dass es ja kein Transformationsgrund.
00:03:35: und insofern ist also die schon die Positionierung eines solchen Projektes erfolgskritisch und geht da natürlich einher mit dem Willen der Organisation wieder von Betroffen sind sich zu verändern.
00:03:46: und je tiefer ich in die Untiefen der Fachabteilung absteige werde ich feststellen, dass die Veränderungsbereitschaft Vielleicht ein bisschen geringer ist, als sie in der Veränderung gewohnten IT umgehen.
00:03:58: Deswegen dann auch die Frage und die Bestandsaufnahme vielleicht wie der Architektur-Inventur im nächsten Schritt wenn man dann den Go Live geschafft hat das haben wir denn jetzt wirklich gebaut da braucht es eine ehrliche Aufnahme glaube ich auch der SAP Landschaft.
00:04:14: Wie nimmst du das wahr?
00:04:19: Wir sehen an vielen Stellen, dass so eine Architektur zum Teil sehr schmerzhaft passiert wenn man kurz vorm Go live ist.
00:04:25: Wenn man also durch die Anforderungsaufnahmephase, die Implementierungsphase durch ist ein Großteil der Testphase hinter sich gelassen hat und eigentlich auf der Zielgraden ist Der Ballicht auf den F-Meterpunkt ich muss ihn nur noch reinmachen Und dann stelle ich fest Es gibt viele Dinge über die ich mir eigentlich hätte Gedanken machen müssen.
00:04:41: und Vereinfacht gesagt diese Aufnahme Diese Bestandsaufnahme diese kritische Würdigung muss eigentlich ganz am Anfang passieren und auch ehrlich, und nicht politisch opportun oder die eigenen Entscheidungen der Vergangenheiten gutheißend oder rechtfertigend.
00:04:57: Und daran scheitern viele!
00:05:00: Das ist natürlich auch nicht einfach denn ich habe ja zum Teil über Jahrzehnte gewachsene Prozesse so eine krediteuren Buchhaltung und Controlling das ist ja nichts was sich permanent ändert sondern was ja bewusst von einer Stabilität von einer struktur von einer Überprüfbarkeit von einer Auditierbarkeit lebt.
00:05:16: Und das ist die größte Hürde.
00:05:17: und deswegen machen die meisten aus meiner Sicht den Fehler sich damit eigentlich erst gegen Ende des Projektes, wenn es gut läuft oder nach dem Go Live zu beschäftigen statt es ganz an den Anfang zu stellen.
00:05:27: Denn dann habe ich auch eine Zielrichtung und weiß was will ich mit diesem Projekt eigentlich wirklich erreichen?
00:05:31: Ansonsten hab' ich einen Universum aus verschiedenen Partipularinteressen.
00:05:34: Wahrnehmungen Interpretationen zielen.
00:05:37: Das clasht irgendwann auf der Realität, wenn das System tatsächlich leidet.
00:05:40: Themen sind da Eigenentwicklungen, auf jeden Fall Schnittstellen, Datenflüsse und noch viel mehr.
00:05:48: Das fängt ja schon bei ganz simplen Sachen an.
00:05:50: Was sind eigentlich die Geschäftsprozesse, die ich abbilden möchte?
00:05:53: Also ich bin noch gar nicht auf der IT-Seite.
00:05:55: wenn wir ehrlich sind wie viele Unternehmen haben denn eine wirkliche Dokumentation über das was ihre echten Prozesse sind und nicht das was sie irgendwann mal dokumentiert haben mitgeschleppt haben?
00:06:04: Und dass hat ja direkte Auswirkungen.
00:06:06: Wenn ich mir Integrationsarchitekturen angucke, die hat man in den letzten zwanzig Jahren eher Einzelfall basiert gemacht.
00:06:11: Also Point-to-Point, Fallbasier zum Teil halbautomatisch oder manuell was halt schnell ging, was jemand mit Expertise konnte.
00:06:19: und das sind die Grundfragen wie ich am Anfang stellen muss?
00:06:22: Wie sieht eigentlich eine moderne Integrations-Architektur aus?
00:06:25: Wie entkoppel ich das Datenhaltung?
00:06:27: Das einfachste ist Ich habe meinen eigenen Datenwürfel Am besten noch mit einer Excel Oberfläche Die ich ganz simpel bedienen kann.
00:06:34: Aber das funktioniert natürlich nicht mit einem hochkomplexen ERP-System, wo ich dann wahnsinnig viele Abhängigkeiten zwischen prozessbezogenen Daten habe.
00:06:41: Also man muss nicht nur die IT-Architektur betrachten sondern gerade diese vorgeschalteten Fragestellungen, die eher ein bisschen IT fern sind, sind die kritischen Punkte dass man wirklich von einer Transformation spricht.
00:06:52: aber das ist ein solches Projekt auch die Erfolge zeitigt wie man sich von ihm erhofft
00:06:56: Technische Schulden erbauen, welche Prozesse sind stark individualisiert?
00:07:01: Ist auch die Frage.
00:07:02: dann aber natürlich auch laut on-premium Hybrid Abhängigkeiten, die da bestehen.
00:07:07: Und ich sage da immer wer sich für einen neuen Greenfield Transformation entscheidet dürfte den Großteil der Arbeit in Richtung Zukunftsfähigkeit noch vor sich haben.
00:07:17: zu dem zustimmen oder
00:07:19: ja definitiv?
00:07:20: Ich glaube es gibt zwei Aspekte dabei.
00:07:21: das eine ist dass ich einen Brownfield mache an manchen Stellen, weil ich ganz spezifische Prozesse habe die auch vielleicht mein USP als Unternehmen sind.
00:07:31: Oder die in meiner Industrie ganz besonders sind, die ich einfach nicht aus dem Standard oder aus einem Perspectives-Prozessmodell herausziehen kann.
00:07:38: das ist vollkommen legitim und da gibt es verschiedene Deploymentmöglichkeiten.
00:07:42: Ich glaube das ist völlig unstrittig.
00:07:44: Viel schlimmer sind ja die gewachsenen Dinge.
00:07:45: Das haben wir schon immer so gemacht Und wenn wir ehrlich sind gibt es heute noch Sviersystem Kodzahlen habe und zwar nicht zu knapp, die aus dem R-Zweizeitalter kommen.
00:07:55: Weil es eben nie diese konsequente Modernisierung und Veränderungen gab sondern eh da ist sich halt einfacher weiter betreiben als von Grund auf zu überlegen Machen wir eigentlich das Richtige?
00:08:06: Und vielleicht auch das was man selber verantwortlich hat in Frage zu stellen.
00:08:09: also glaube dass sind die Die zwei Punkte die man ganz sauber voneinander trennen muss und ich verstehe mich zur Hypothese das was ich wirklich spezifisch brauche oder nehme spezielle Sprache.
00:08:19: Das ist eher die zwanzig Prozent von der goldenen Achtzig-Zwanzig-Regel als andersrum.
00:08:24: Aber wir sehen viele Projekte, die mit dem Aufsatzpunkt starten.
00:08:27: Wir machen jetzt fünf Wochen lang, fünf Monate lang Workshops zur Aufnahme des Bestandes FitGapworkshops.
00:08:34: Es ist ein Riesenaufwand und geht immer von der Prämisse aus Ja!
00:08:38: Wir wollen die Modernisierung, das neue System, die Transformation aber es soll bitte alles so bleiben wie es ist.
00:08:44: Was ja dann ein häufiges Thema ist und auch hier adressiert jetzt von der SAP seit einigen Jahren, ist Aufräumen im Custom Code sozusagen clean core dort hinzubekommen.
00:08:57: Aber nicht nur hin zu bekommen sondern auch zu behalten auf Dauer.
00:09:01: deswegen darf man oftmals die Aussage dass es nicht ein Projekt sondern das ist eine Daueraufgabe.
00:09:08: kontinuierlich muss man da an Wahl bleiben.
00:09:10: mein Architekturprinzip Wie realistisch ist das in den Unternehmen durchzusetzen?
00:09:17: Weil, ich sag mal so die Fachabteilung sind da ja oftmals auch erfindungsfreudig oder insbesondere wenn die IT nicht so dynamisch reagiert wie die FachAbteilung sich das vielleicht wünscht.
00:09:29: Absolut!
00:09:30: Ich glaube auch da gibt es verschiedene Blickmenkel darauf.
00:09:34: Das erste ist ganz klar Geschwindigkeit, die ja allen Teilben immer von der IT gefordert wird steht und fällt natürlich auch mit der Präzision der Anforderungen.
00:09:45: Und das ist manchmal gar nicht so einfach, was man da als IT-Abteilungsumsetzung bekommen.
00:09:49: Ich glaube aber, dass es viel schlimmer ist.
00:09:51: um diesen Effekt noch verstärkt, ist die Tatsache, dass in den modernen System die Anforderungsseite... also was brauche ich als Fachbereich inhaltlich von der Umsetzung in der Software sehr viel strenger entkoppeln muss?
00:10:07: Ich habe eine fachliche Anforderung für ein Unternehmensprozess Aber wie es in der Software passiert, welche Objekte ich dafür nutze?
00:10:15: Wo ich das umsetze.
00:10:16: Wie ich das vielleicht bewusst kapseln, entkoppeln auf eine Drittumgebung aufbaue und mich einer Partnerlösung bediene – das ist nicht die Aufgabe des Fachbereichs!
00:10:25: Das heißt, ich muss sehr viel mehr Präzision im Fachbereich haben was die Anforderungen angeht.
00:10:29: Auf der anderen Seite brauche ich aber sehr viele Möglichkeiten, da brauche auch Kompetenz zu, um in den Umsetzungseinheiten, die vielleicht je näher dann sind auch eine entsprechende optimierte Umsetzung zu erreichen.
00:10:42: Und das steht und fällt mit einem gemeinsamen Entscheidungsprinzip, ein gemeinsamer Prinzip der Gewaltenteilung.
00:10:48: Das ist nicht das Prinzip was wir in den Neunzigern, in den Zweitausenden gesehen haben und in vielen Unternehmen harpert es genau daran!
00:10:56: Ich gebe eine Anforderung vor.
00:10:57: die wird genauso technisch ausdefiniert wie sie heute ist und damit zerschieße ich genau diese Entkopplungen und damit auch die Nutzung der modernen Technologien.
00:11:07: Auf der anderen Seite ist es für die IT natürlich auch einfach.
00:11:09: Ich muss es ja genauso umsetzen, wie es gefordert ist.
00:11:12: und was ich da brauche sind eigentlich klare Decision Boards, Architektur Boards in denen ich beide Seiten zusammenbringe, indem klar ist Anforderung, Testing technische Abnahme macht das System das, was sich fachlich brauchen liegt immer im Fachbereich.
00:11:27: aber Design Implementierung Integration Wahl der richtigen Objekte, Lösungen, Architekturentscheidung, Integrationsarchitekturenscheidungs grundsätzliche Implementierung der Technologien muss in der IT liegen.
00:11:42: Denn ansonsten entwickelt sich meine IT so schnell wie das Fachbereich.
00:11:45: und bei allem Respekt ich habe im Fachbereich keine IT-Ler.
00:11:49: die wollen jetzt alle GenTik machen aber wir haben ja nicht das Knowhow.
00:11:52: was braucht es eigentlich dafür um das auszuordnen?
00:11:54: Und dass ist das das Kernpattern was immer zu durchschlagen geht.
00:11:58: Unternehmen die eine wirkliche Transformation sind an dieser Stelle sehr viel konsequenter als die Unternehmen, die dann zum Teil über sieben- acht Jahre laufen der Sviertransformationsprojekte haben.
00:12:09: Die sich immer wieder in dieser Stelle verkämpfen muss aber alles genauso umgesetzt werden wie ISH Kleindefine.
00:12:15: Ein Aspekt fehlt mir noch unter einer Aufziehung und ich glaube den müssen beide Teile gemeinsam im Blick haben steckt natürlich auch im Clean Core Gedanken drin.
00:12:25: Und das sind die Kosten, oder?
00:12:27: Also die Kosten hast du gar nicht genannt.
00:12:30: eben sozusagen bei deinen Argumenten spielt bei der Bahn wahrscheinlich keine Rolle.
00:12:35: Oh
00:12:35: jetzt muss ich aufpassen!
00:12:36: Das spielt eine große Rolle denn wir geben ja meine Steuergelder aus und da hat man eine noch größere Verantwortung für die Gelder, die man investiert.
00:12:42: aber es gibt eine Korrelation zwischen den Kosten für ein solches Projekt und der Konsequenz, wie ich eine solche Transformation aufsetze.
00:12:53: Und allein für den ersten Teil der Aufnahme was implementiere ich?
00:12:56: eigentlich bin ich natürlich mit einem solchen klaren Entscheidungs- und Designprinzip viel schneller und viel effizienter weil ich das wo ich individuell bin als Unternehmen Individuelle Bauer und diesen USP auch halte und dadurch sage ich nehme die Dinge die da sind und adaptiere sie und implementiere sich schnell.
00:13:13: Das spart natürlich enorme Kosten nicht nur in der Implementierung sondern auch im späteren Betrieb.
00:13:17: Ich bin dann automatisch auch viel releasefeger, weil ich natürlich sehr viel enger an dem bin was die Software in ihrem Kern liefert.
00:13:24: Und das Gleiche gilt auch dass für die Integration angesprochenen, die Schnittstellen Technologien je standardisierter ich da bin, je automatisierender das Monitoring läuft, je mehr ich das entkopple und versuche nicht businesslogik in Schnittställen zu bauen desto günstiger wird es in der Implementierung im Betrieb.
00:13:40: deswegen hat das für mich immer eine klare Folge.
00:13:43: nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch den Kostenpunkt Wenn ich mal rein auf der IT-Seite bin, je stärker ich mich von nutzungsabhängigen Modellen abhängig mache.
00:13:52: Alle Softwarehersteller wollen ja heute noch creditbasiert abrechnen.
00:13:55: Muss sich mir natürlich genau überlegen welche Plattform, welche Lösung welches Betriebsmodell, welches Abrechnungsmodell ist für mich das Richtige?
00:14:03: Aber die großen Blöcke in den Transformationsprojekten, die gerne ein zwei drei stelle Millionbeträge haben lassen sich wirklich auf diese Kernpunkte aus meiner Sicht zurück.
00:14:13: Also halt mal fest, Klingor schaltet nicht an Technologie sondern empfehlen der Disziplin vielleicht auch dann in den Unternehmen mangelnde Abstimmung.
00:14:21: Und hier ist jetzt
00:14:22: jede Sonderlocke kostet das X-Facher der Entwicklungskosten.
00:14:25: oft wird nur auf Entwicklungskosten geguckt.
00:14:28: Wann rechnet sich das denn eigentlich ROI?
00:14:31: Ist ja schwer kalkulierbar auch, ich sag mal diese Credit-Kosten.
00:14:35: Im Moment wird das sehr stark subventioniert.
00:14:37: alles.
00:14:37: wenn man nur jetzt mal von den KI Credits reden aber vielleicht auch von den SAP Credits, BTP Credits dann ist da ja im Prinzip eine solide Kalkulation in die Zukunft hinein schwer zu machen.
00:14:54: also man hängt da ganz klar am Preismodell dieser Plattformen Und ich behaupte daher, das muss sich heute extrem gut rechnen.
00:15:03: Dass es sich auch in fünf oder zehn Jahren noch untrechnet.
00:15:07: Definitiv!
00:15:08: Wir sehen jetzt ja schon mit jedem IPO der großen KI-Modelle geht die Preise vorher schön nach oben damit man die Kapitalmarkstory unterfüttert.
00:15:17: und ich glaube dass ist eben genau ein weiterer Aspekt warum man sich technologisch Grundlegend Gedanken machen muss, wie ich dann auch Modelle austauschen kann.
00:15:25: Wie ich auch vielleicht Plattformen anders einsetzen kann?
00:15:28: Wie ich Lizenzmodelle verändern kann?
00:15:30: Also auf solche Dinge reagieren kann.
00:15:32: das muss für die fachlichen Anforderungen an die Software überhaupt keine Rolle stehen.
00:15:37: und da sind wir bei diesem zentralen Trennungsprinzip.
00:15:42: Zum anderen glaube ich es ist wirklich die Zielsetzung.
00:15:46: was will ich denn erreichen?
00:15:48: Es ist ja vollkommen legitim wenn ein Unternehmen sagt Ich will einfach nur mein ERP-System in die nächste Generation bringen, damit ich bis zu zwei Tausend vierzig Ruhe habe.
00:15:56: Das gefällt dem strategischen Ansatz der SAP nicht.
00:16:00: das gefällt wahrscheinlich auch den Business Case nicht aber das kann ja durchaus ein relativ simpler Case sein, damit sich nicht in das Risiko einer nicht mehr gewarteten Software geht.
00:16:09: dann rede ich aber nicht mehr von der Transformation.
00:16:12: und wenn ich sage ich nehme meine Prozesse eins zu eins mit wie sie heute sind da muss ich auch redesignen ist es keine Transformation?
00:16:19: Diese Frage stellen sich aber die wenigsten Unternehmen ehrlich im Vorfeld und dann steht und fällt es mit der Konsequenz.
00:16:25: Wenn ich heute auf AI-Modell umstelle und sehe, dass ich Tätigkeiten automatisieren kann, dann muss ja irgendwo der Aufwand, den ich vorher damit hatte auch wegfallen.
00:16:36: Aber das muss ich konsequent nachhalten und umsetzen.
00:16:39: Und spätestens da stelle ich fest, dass diese Effekte diffundieren.
00:16:44: dann nutze ich die freigewordenen Kapazitäten für eine bessere Dokumentation, für Themen, die schon länger auf der Langbank laden.
00:16:51: Für eine Abarbeitung meines Backlogs.
00:16:53: und dann stelle ich fest das der Effekt den ich eigentlich im Business Case erwartet habe sich gar nicht manifestiert weil es eben nicht konsequent umgesetzt wird.
00:17:00: nachhalten kann ich alles Excel ist geduldig aber es dann wirklich umsetzen dass ist die Königsdisziplin und das geht aus meiner Erfahrung nur wenn ich im Vorhinein klar sage was will ich erreichen?
00:17:12: Was sind meine Erfolgskriterien am Ende?
00:17:14: Das sind dann weniger die IT-Architekturkriterie, sondern da sind wir bei dem Punkt, den du ansprichst kosten.
00:17:19: Es muss sich am Ende hart auszahlen.
00:17:21: Es sei denn ich mache es auch strategischen Gründen, dann ist das eher ein reduziertes Ausfallrisiko oder ein reduziertes Wartungsrisiko und eine Sicherheit eines Betriebes bis in die nächste Dekade.
00:17:34: Ich beobachte drei Kategorien von Kunden.
00:17:38: Nicht so klar definiert.
00:17:40: Lassen wir mal einfach laufen hat meistens den Effekt, dass die Kosten steigen werden weil man einfach dann neue Modelle nutzt und das ungehemmt.
00:17:52: Dann gibt es die zweiten, die sagen naja klar dann müssen wir auch FDs entlassen.
00:17:57: Die müssen man irgendwie freisetzen.
00:17:59: Die Kunden gibt's mit Sicherheit auch.
00:18:01: und dann gibt's die Kunden die sagen hey wir wollen unsere Mannschaft behalten und wir wollen den Umsatz verdoppeln, verdreifachen.
00:18:07: was auch immer jetzt vielleicht ein bisschen ambitioniert für das eine oder andere Unternehmen aber der Trend und der Gedanke ist klar also mit dem gleichen Headcount im Prinzip mehr erreichen dann.
00:18:19: alle drei Varianten sind ja Wahrscheinlich legitim wobei man von variante eins absehen sollte
00:18:27: Definitiv und das schön an den beiden letzten Varianten ist, dass zeigt er sehr klar.
00:18:31: Das ist kein CIO Projekt.
00:18:33: Sondern wenn ich wachsen will Dann brauche ich meine gesamte Sales Organisation dahinter bis zum C Level Dann brauch ich ein CIO dahinter dann brauche Ich wenn ich sowas habe in CEO dann brauch natürlich den CIO.
00:18:44: aber da ist es ein Programm was das gesamte Management oder das gesamten Unternehmen tragen muss.
00:18:49: Und im ersten Bereich, wir haben beide Kinder so wenn ich die in Süßigkeiten laden schicke und sage keine Grenzen probiert was ihr möchtet nehmt mit was ihr möchte, the sky is the limit dann fällt das natürlich auch entsprechend aus.
00:19:03: und am Ende habe ich Bauchschmerzen.
00:19:04: und genauso ist es auch dort.
00:19:06: Wenn ich das vollkommen offen gestaltet dann ist es ja ein learning by doing.
00:19:10: Dann läuft jedes Projekt auffandsseitig aus dem Ruder.
00:19:13: entweder interner Aufwand Oder externe auch, oder im schlimmsten Fall beides.
00:19:17: Und Worstcase ist dann dass ich mir sogar noch einen Betriebskostenblock ans Bein binde weil ich all das was ich mir da schön zusammengestellt habe auf lange Sicht gar nicht kostengünstig betreiben.
00:19:26: So Sebastian jetzt haben wir noch eine Nachricht an unser Publikum, unsere Zuhörerinnen und Zuhöerer Weil wir hatten ja eigentlich gedacht wir machen da eine Sendung draus.
00:19:37: Dann haben wir mal die Themen gesammelt und festgestellt Eine Sendung reicht da gar nicht.
00:19:41: Das heißt, wir haben uns jetzt entschieden zwei Teile daraus zu machen und dem zweiten Teil dann auch mal zu gucken auf die Datenarchitektur, auf das ganze Thema KI natürlich und weitere Themen, die noch eine Rolle spielen – Governance, Security und was fällt dir noch so ein?
00:20:02: Also ich würde sagen, das Beste daran ist wir sind ja im Süßigkeiten Laden jetzt und können uns nicht kurz fassen.
00:20:08: Also all das was wir jetzt gerade angesprochen haben du hast ja viele schon angeteasert die technische Seite werden wir im zweiten Teil betrachten.
00:20:15: heute geht es wirklich um die Fragestellung Was ist eigentlich eine Sviertransformation?
00:20:19: Was denn die Voraussetzung dafür?
00:20:21: Und die Auswirkungen auf die IT auf die Plattformen auf die Betriebsmodelle auch auf die dahinterliegenden Betreibermodelle, Infrastrukturen.
00:20:30: Das werden wir dann bewusst in den zweiten Teil betrachten.
00:20:33: also für die IT-Nurz ist der Süßigkeitenwahnladen erst in der zweiten Folge gehört.
00:20:37: Dann lass mal gucken jetzt aufs Betriebsmodell.
00:20:39: nach dem Projekt beginnt natürlich der Dauerbetrieb der Transformation.
00:20:45: Mal vielleicht den Klammern gestellt.
00:20:50: Na ja, die SAP-Landschaft wird dann natürlich nicht Star eingefroren.
00:20:55: Sondern das läuft ja kontinuierlich weiter.
00:20:57: Welches Betriebsmodell passt denn da eigentlich auch zu?
00:21:00: Ist es das Public Cloud oder ist es das Private Cloud?
00:21:02: Ist das das Hybrid-Modell was ja schon dominant ist aktuell so?
00:21:08: Ja, da haben wir ganz viele Themen.
00:21:10: Continuous Deployment und Cloud Alm.
00:21:14: Was fällt dir dazu ein?
00:21:15: zum Thema Betriebsmodel?
00:21:18: Ich
00:21:18: glaube zuallererst, dass die Frage was das Richtige ist eine zutiefst individuelle ist und am Ende auch eine Scheindebatte wie uns von der SAP durch die Kopplung von Features und Innovationen an ein Betriebsmodell aufgezwungen wird.
00:21:34: Und wir sehen es jetzt sehr schön!
00:21:35: Jetzt reden alle von Agente-GI und überschlagen sich was die Potentialrechnung angeht.
00:21:41: einem Agent ist das vollkommen egal ob das im eigenen Rechenzentrum ist bei einem Hyperscaler AWS oder Azure, oder ob es am Ende eine SAP Public Cloud ist.
00:21:51: Und das ja auch einer der Punkte den wir beiden schon seit vielen Jahren auf der Agenda haben, der auch sehr deutlich kritisiert wurde und auch noch weiter kritisieren wird.
00:22:02: Das Betriebsmodell an sich ist vollkommen egal.
00:22:05: Die Fragestellung die ich finde viel mehr in den Vordergrund stellen muss ist wie stelle ich sicher dass ich einen stabilen Kern für meine Commodity Prozesse habe mit denen ich kein Geld verdiene, in dem ich möglichst wenig Aufwand haben möchte.
00:22:21: In hohen Automatisierung und Standardisierungsgrad muss sich natürlich anders deployen und auch anders bedienen als die Teile meiner Softwarelandschaft, die hohen Veränderungen unterworfen sind oder wo gerade das drin ist was meine Produktion mein Produkt meines Service unik macht.
00:22:39: Und da muss ich auch über die SAP-Landschafts ausdenken.
00:22:42: es ist ja ein Irrglaube dass mit einer Svirtransformation alles vereinfacht ist und alles viel dynamischer läuft.
00:22:48: Und wir hatten das vorhin ja schon, die Fragestellung wie muss ich eigentlich meine internen Entscheidungsorganisation aufsetzen damit ich schnell zu Entscheidungen kommen kann?
00:22:56: Da sind sie wieder beim Thema Entkopplung.
00:22:58: wenn ich weiß wo ich was verorte dann muss sich nicht alles überall machen da muss ich nicht alle zur gleichen Zeit machen.
00:23:05: ein schönes Beispiel ist Wie lasse ich Systeme miteinander interagieren.
00:23:10: Das kann natürlich so wie heute machen Star jede Anfrage möglichst per Einzelschnittstelle, per Einzelprotokoll, per einzel Datei.
00:23:18: Ich kann aber auch anfangen diese Dinge so aufzustellen dass ich möglichst entkoppelt arbeite die Systeme in sich gut betreiben und weiterentwickeln kann.
00:23:25: und immer dann wenn ich eine Interaktion oder eine Integration habe hab' ich die Möglichkeit über die heute sehr viel moderne und performanteren Systeme diese Konnektivität auch mit einem entsprechenden Businessfokus zu steuern Und insofern ist das das viel entscheidende Repriterium.
00:23:43: Latenzen werden unwichtig, aber spielen natürlich auch eine Rolle.
00:23:45: Ich muss mir natürlich überlegen wo betreibe ich meine Systeme?
00:23:48: Wenn mein eines System in einem Data Center in Frankfurt steht und das nächste in Amsterdam oder das nächste im Irland dann mag das aus Sicht einer IT Security und einer Redundanz der Systemlandschaft total sinnvoll sein.
00:24:00: wenn ich aber operative Systeme soweit auseinanderziehe Dann habe ich natürlich ganz andere Reaktionszeiten zwischen den system.
00:24:06: Das heißt diese Grundfrage Wo stelle ich was stabil hin Und was kann ich auch mit einer langen Halbwertzeit stabile betreiben?
00:24:13: und wo brauche ich schnell drehen hoch performante Systeme?
00:24:16: Produktionsunternehmen kennen das, meinen Fließband erwarten nicht darauf dass irgendeine Cloud auf Wald aus Waldorf antwortet.
00:24:22: Da muss sich sehr schnell und gute Stabilerlösung befinden.
00:24:25: Ich glaube das ist viel entscheidender!
00:24:27: Was brauchte ich lokal, zentral oder verteilt als die Frage stelle mich Technologie darunter
00:24:33: Und dann werden wir ja in der nächsten Folge auch besprechen.
00:24:36: Auch nicht ganz uninteressant, auf welcher Plattform läuft das denn eigentlich im Bezug auf die Kosten von Datentransformationen?
00:24:44: Absolut!
00:24:45: Reinladen in die Cloud ist immer relativ einfach und kostenfrei.
00:24:50: Daten rausholen aus der Cloud, da läuft oftmals der Ticker.
00:24:55: Da muss man sich sehr gut natürlich nicht nur aus Latenzgründen Gedanken machen sondern auch wieder aus Kosten gründen, weil ich glaube das ist schon auf das dominierende Thema gerade auch im SAP Bereich.
00:25:09: Da kriege ich immer von CIOs zurückgespiegelt.
00:25:12: Naja unser Budget geht halt zum großen Großteil drauf für das Thema SAP Betrieb und Wartung Und der Rest ist dann eigentlich so marginal dass da gar nicht mehr viel für Innovationen bleibt
00:25:30: absolut.
00:25:31: Da muss man auf der einen Seite auch sagen, wie viel Innovationsbudget brauche ich in einem Accounting-Prozess?
00:25:37: Das mag natürlich ganz anders sein.
00:25:39: mit einer Bankbilanz ist man sehr viel näher am Kerngeschäft.
00:25:41: aber in den wesentlichen Industrieunternehmen ist das natürlich nichts wo ich gigantische Innovationen erwarte da erwarte ich viel Automatisierung um meinen Kostenfaktor dort einfach zu reduzieren.
00:25:52: Ich glaube viel wichtiger ist die Fragestellung Was brauche ich eigentlich auch an Daten, an welcher Stelle?
00:25:59: Ich glaube nicht mal das ist nur die Datentransferkosten sind sondern überhaupt die Daten verfügbar machen.
00:26:04: Und ich meine alle im SAP-Kosmos kennen das Thema indirekte Nutzung.
00:26:07: jetzt gab es gerade eine sehr umstrittene API-Policy.
00:26:11: Man versucht natürlich... Das versuchen ja alle Anbieter den Zaun um die eigene Softwarelandschaft möglichst engmaschig zu fassen und sich jeden Grenzübertritt in Anführungsstrichen fürstlich oder weniger fürstliche Entwohnen zu lassen.
00:26:26: Und das ist natürlich eine ganz entscheidende Frage für mein Prinzip.
00:26:29: Wo halte ich meine Daten, auch in welchem System und in welche Abhängigkeiten begebe ich mich?
00:26:35: Da sind wir wieder beim Anfangs Thema eigentlich gar nicht den Fachbereich für diese Frage.
00:26:40: Das ist eine zutiefstechnische Frage mit dem Kostenfaktor ganz klar.
00:26:46: Dann muss ich mich so aufstellen dass ich für die Risikoszenarien vorbereitet bin.
00:26:50: Und das gleiche gilt ja auch wenn ich darunter noch Datenmodelle schiebe über LLMs entsprechende Analysen, entsprechend Automatisierungspotenziale unterstützen sollen.
00:27:00: Da muss ich mir sehr genau überlegen, will ich mich wirklich auf eine Plattform, auf einen Anbieter, auf ein Betriebsmodell konzentrieren oder erhalte ich mir bewusst eine Offenheit?
00:27:09: Denn ich muss doch entscheiden welches Modell das Richtige ist und was ich bereit bin dafür zu bezahlen.
00:27:15: Und diese Fragestellung ist einer die die meisten Unternehmen noch gar nicht vorbereitet sind.
00:27:20: Also nehmen wir doch schon wieder das eine oder andere vorweg.
00:27:22: von Folge drei Fürchte ich fast, können nicht ohne ...
00:27:30: Das geht nicht mehr weg.
00:27:32: Ich glaube und das werden wir beim nächsten Mal auch besprechen wie bei jedem Hype gibt es jetzt viele Übertreibungen an vielen Stellen aber wir sehen natürlich enorme Potenziale.
00:27:42: gestern gerade erst mit Kollegen austauschen können wo es um die Fragestellung ging Wie betreiben wir eigentlich künftig unsere Systeme?
00:27:48: technisches Incident Management was viel auf Monitoring, Informationen auf systemgenerierte Information beruht.
00:27:56: Das machen wir heute alles manuell!
00:27:58: Das ist natürlich ein Automatisierungspotenzial weil es saubere Dokumentationen gibt Best Practices unfassbar viele praktische Cases.
00:28:06: also da ist natürlich wahnsinnig viel Potenzial was ich auch ganz schnell zeigen wird das wir auch bei den Rechenzentren Betreibern übersehen Heute schon?
00:28:13: Auf der Fachseite wenn es darum geht die entsprechenden Prozesse zu automatisieren Da wird's schon schwieriger denn da stellen wir immer wieder fest Dokumentation?
00:28:22: Naja, ist so eine Sache.
00:28:23: Das was in den System tatsächlich passiert spricht meist eine andere Sprache und dann haben wir ganz viele kleine Menschen gemachte gerne O- three fünh sechzig oder noch älter basierte Teilprozesse die die Lücken zwischen den Prozessen schließen und das ist natürlich etwas wo wir sehr viel länger brauchen werden auch weil diese Prozesse ja sehr viel stärker reguliert überprüft werden.
00:28:44: aber nein es geht nicht mehr weg.
00:28:45: ich glaube auf die Geschwindigkeit der Implementierung, die wird sich über die einzelnen Layer der IT-Architektur unterschiedlich schnell auspassen.
00:28:54: Und ich glaube gerade auch in den IT-Organisationen mit dem Thema Betrieb und Automatisierung da ist ja einmal das der SAP Kosmos um fünf bis zehn Jahre mindestens zurück den anderen System Das klicke ich immer mal wieder gespiegelt und sagen, was macht ihr da im SAP?
00:29:16: Da ist nichts automatisiert.
00:29:18: Was macht ihr hindisch?
00:29:19: Was macht manuell?
00:29:20: Dann macht ihr Transporter.
00:29:21: Was ist das denn?
00:29:23: Also im Prinzip Steinzeit für die jüngere Generationen.
00:29:29: Ich glaube, da wird viel Potenzial auch jetzt drin sein erstmal den eigenen Vorgarten so ein bisschen mit KI und mit Automatisierungslösungen da sauber zu machen, so dass man da dann auch zukunftsfähig wird.
00:29:46: Das gehört ja auch dazu weil es ist ja letztendlich auch eine Kosten- und Geschwindigkeit und eine Frage der Dynamik in den Unten.
00:29:55: Ja definitiv!
00:29:56: Und das wirst du selten von mir hören.
00:29:57: Da kann man tatsächlich mal der SAP keinen Vorwurf machen sondern das ist unsere ureigenste Hausaufgabe.
00:30:03: Das geht noch sehr viel weiter.
00:30:05: Wir wissen, dass wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine enorme Pensionierungswelle haben werden.
00:30:11: Das heißt, wir haben gar nicht mehr die menschlichen Kapazitäten um all das aufrecht zu halten.
00:30:16: und das mag jetzt für die Kollegen in der Saarbasis also im klassischen technischen Betrieb nicht schön klingen aber da gibt es viele Dinge die in ihrer Grundausprägung wiederkehren sind.
00:30:27: natürlich kann ich die automatisieren und ich muss sie sogar automatisierend denn ich muss ja meine Mannschaft die ich dann noch habe befähigen die neuen Technologien bedienen zu können Und das ist ja ein vollkommen anderes Arbeitsmodell und du hast es gerade so bisschen durchscheinen lassen.
00:30:41: Wenn ich neue Kolleginnen und Kollegen an Bord hole, die jetzt gerade aus der Ausbildung, aus dem Studium kommen oder die ersten Jahre Wurste fangen, die haben eine ganz andere Erwartungshaltung.
00:30:51: Die können schon Kontext basiert diese Systeme füttern.
00:30:56: Die haben natürlich nicht den Silberrücken und das Wissen der letzten zwanzig Jahre aus dem SAP-Kosmos aber das brauchen wir in vielen Stellen nicht denn sie finden die Informationen über die Agenten, die sie dann selber ins Rennen schicken.
00:31:09: Und das wird zum Beispiel ein ganz spannender Übergang glaube ich zwischen diesen Generationen denn ich muss natürlich jetzt all das was in den Köpfen ist gut dokumentiert haben aber die nächste Generation wird damit ganz anders arbeiten.
00:31:21: also Ich bin ein totaler Freund davon und muss man auch ehrlich sein Auch außerhalb des SAP Kosmos Ja da gibt es viele Dinge die weiter sind.
00:31:30: Du willst nicht wissen wie viel Kobol heute noch im Bankumstattel in Frankfurt im Einsatz ist.
00:31:35: Also da gibt's auch noch noch rückständigere Strukturen und Bestandteile in den Systemarchitekturen.
00:31:41: Aber auch da sehen wir ja, dass sich zwischen Programmiersprachen, zwischen Systemsprachen mit Hilfe der Sprachmodelle sehr viel schneller übersetzen kann, transformieren kann – und dann auch in der Lage bin, Code in neue Plattformen zu übertragen!
00:31:55: Und ich glaube auch das wird uns wahnsinnig helfen dem Aufwand die Ressourcen, die wir heute im Betrieb der SIS-Landschaften sowohl auf der Fachseite als auch auf der technischen Seite Betreiben, dass wir denen reduzieren können.
00:32:09: Und es ist damit wieder neue was von Innovation gesprochen einfach wieder neue Freiräume schaffen um uns mit den neuen Technologien zu beschäftigen die auch auszurollen denn Wir sehen jetzt gerade ein paar graue Wolken draußen am Himmel.
00:32:20: das was uns auf der IT-Security Seite in den nächsten Jahren eilen wird Was wir da an Bedrohungsszenarien bekommen werden.
00:32:28: Darauf sind wir heute gar nicht eingeladen.
00:32:31: So fassen wir zusammen Architekturanalyse sich in die Augen schauen und lückenlose aufdecken.
00:32:41: Das Thema Clean Core haben wir adressiert, dann haben wir gesagt der Betriebsmodell nicht vernachlässigt.
00:32:50: Weißt du was das spannendste Thema ist?
00:32:53: Was mich dann in der nächsten Folge interessiert?
00:32:56: Bin gespannt wer Weltmeister geworden
00:32:58: ist!
00:32:59: Da muss gleich noch ein Tipp abgeben.
00:33:02: also ich würde sagen es Weil das ist im Moment schon heiß diskutiertes Thema.
00:33:09: Es sind da so viele Spieler am Markt, um in der Fußballsprache zu bleiben, viele Vereine buhlen darum dass man dort Mitspieler wird und die Verträge sind zum Teil verlockend.
00:33:27: Die Rabatte sind verlockend, die einem dort versprochen werden.
00:33:31: Aber die Frage ist ja auch wie komme ich da wieder raus und wie offen bin ich denn tatsächlich?
00:33:37: Und da bin ich ganz gespannt drauf mit dir darüber zu diskutieren und freue mich schon dann auf Folge drei.
00:33:44: Worauf freust du dich?
00:33:47: Also erstmal glaube ich dass wir genau mit diesen Aspekten, die wir jetzt schon angeteasert haben das was die IT Community angeht nochmal sehr viel stärker adressieren werden.
00:33:55: darauf freue ich mich.
00:33:56: Ich freue mich natürlich immer nicht zu sehen, das gemeinsam mit dir zu diskutieren.
00:33:59: Und jetzt freue ich mich tatsächlich auf vier Wochen WM.
00:34:04: Die Umstände sind ja ein bisschen herausfordernd und zwiespältig in diesem Jahr aber ich bin guter Dinge.
00:34:10: Ich war im Januar auf Kürosau, habe also unseren WM Gegner selbst einen Augenschein nehmen können.
00:34:14: Also ich freue mich jetzt auf das erste Spiel und dann wird mir hoffentlich die Begeisterung auch dafür wieder anstecken.
00:34:20: Du warst der Trainings-Kiebit dort offensichtlich?
00:34:23: Ja, ich habe mehrere Trainingsplätze besichtigt und bin auch mit meinem Sohn dann am Stadion vorbei, dass wir mal gucken wie die so trainieren.
00:34:32: Aber kurz danach haben sie apokalt rausgeschmissen, ist reiner Zufall.
00:34:37: Alles klar!
00:34:37: Also dann erfüllt jetzt noch der ultimative Tipp Wer wird Weltmeister?
00:34:42: Ich hoffe nicht englant weil es nicht ertragen werde wenn die gewöhnen.
00:34:48: Frankreich wahrscheinlich die besten Karten.
00:34:50: Da haben wir uns fast nicht abgesprochen, also Frankreich ist auch mein Tipp.
00:34:54: Nummer eins ist jetzt nicht der Außenseiter, müssen wir klar dazusagen.
00:34:59: und wie weit kommt die deutsche Mannschaft?
00:35:01: Also ich würde sagen solides Viertelfinale ist drin wenn sie es schaffen sich zusammenzufinden.
00:35:06: das ist ja alles noch so ein bisschen Stückwerk gegen Finnland in Mainz im Stadion viel Luft nach oben im Zusammenspiel und auch in der Intensität.
00:35:14: Dann können sie noch eine Runde weiterkommen, hängt ja viel vom Turnierbomber ab.
00:35:17: Und den kannst du ja gar nicht richtig vorher sagen.
00:35:19: bei all denen Spielen und Gruppen... Also ich glaube Ecuador und Elfmann Küste wird nicht so einfach wie es auf dem Papier wirkt?
00:35:25: Das glaub' ich auch!
00:35:26: Und das hoffen wir ja alle, dass wir zweiter werden damit wir nicht im Achtelfinale... So sieht's aus!
00:35:30: ...dann aushalten!
00:35:31: Genau!
00:35:31: Also dann sind wir uns da wieder einig hier.
00:35:33: euch viel Spaß jetzt beim Freuen auf die Folge drei wo wir über genau diese Themen sprechen.
00:35:40: Sebastian dir herzlichen Dank Ja, dann haben wir uns jetzt das Wochenende verdient.
00:35:44: So machen wir es!
00:35:45: Vielen Dank Helge wie immer.
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